Visionen
Ideen, Träume und Hoffnungen
Gegenwart
Chancen, Probleme und Herausforderungen unserer Zeit
Erinnerungen
Eigene Geschichten und Familiengeschichten
Nationalsozialismus
Die Zerstörung der Demokratie
Demokratiebewegung
Der Aufbau und die Entwicklung von Demokratie
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Projektidee

Schüler/innen setzen sich kreativ mit Fragen der Demokratie in Geschichte und Gegenwart auseinander. In einem partizipativen Entwicklungsprozess können sie ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Visionen einbringen und diesen in unterschiedlichen Medien und Kunstformen einen authentischen Ausdruck geben. Zu diesen medialen Ausdrucksmöglichkeiten gehören als Projektschwerpunkte die darstellenden Künste Film, Theater und Performance: Schüler/innen drehen Kurzfilme oder führen Theaterprojekte durch, die Grundfragen unseres Zusammenlebens thematisieren.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der lokalen und regionalen Geschichte, um eine stärkere Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit ihrer Ortenauer Heimat zu erreichen. Gleichzeitig soll der „Baukasten Demokratie“ durch deutsch-französische Projekte oder durch die Thematisierung von Migrationserfahrungen der kulturellen Vielfalt unserer heutigen demokratischen Kultur gerecht werden.

Die Projekte werden im Rahmen eines Kooperations­netzwerks zwischen außerschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen konzipiert und durchgeführt. Ziel sind feste Kooperationen, die auch den Aufbau nachhaltiger demokratiepädagogischer Konzepte an den Schulen fördern sollen.

Die medialen Produkte, insbesondere die Filme und Ausschnitte aus den Theaterprojekten, werden auf der Website www.baukasten-demokratie.de und auf dem YouTube-Kanal Baukasten Demokratie dokumentiert. So entsteht nach und nach ein digitales Kulturarchiv von Kindern und Jugendlichen über Grundfragen unseres Zusammenlebens. Die online abrufbaren Filme fungieren wiederum als Impulse für die Beschäftigung weiterer Schülergruppen mit der Thematik.

Die Bausteine

Der „Baukasten Demokratie“ umfasst fünf Bausteine, denen die Einzelprojekte zugeordnet werden können:

  • Visionen: Ideen, Träume, Ängste und Hoffnungen
  • Gegenwart: Chancen, Probleme und Herausforderungen unserer Zeit
  • Erinnerungen: Eigene Erinnerungen und Familiengeschichte
  • Nationalsozialismus: Die Zerstörung der Demokratie durch den Nationalsozialismus
  • Demokratiebewegung: Der Aufbau und die Entwicklung von Demokratie

Die drei ersten Bausteine richten den Blick aus der subjektiven Perspektive der Kinder und Jugendlichen auf die Zukunft, die Gegenwart oder die Vergangenheit. Die beiden letzten Bausteine setzen sich in einer stärker objektiven Sicht mit der Bipolarität der Geschichte zwischen Aufklärung und Gegenaufklärung, Aufbau und Zerstörung der Demokratie auseinander.

Demokratische Bildung und zeitgemäße Erinnerungskultur

Das Projekt „Baukasten Demokratie“ orientiert sich an der bis heute maßgeblichen demokratischen Bildungstheorie des amerikanischen Philosophen John Dewey. Nach Dewey ist Demokratie in erster Linie „keine Regierungsform, sondern eine Form des Zusammenlebens, der gemeinsamen und geteilten Erfahrung“. Vor dem Hintergrund dieses Bildungsverständnisses ist Demokratie nicht nur inhaltliches Thema der Projekte, sie ist als gelebte Partizipation auch Richtschnur für die methodisch-didaktische Praxis in den Einzelprojekten, ebenso für die organisatorische Vorbereitung und Durchführung. Es geht darum, dass demokratische Inhalte, Methoden und Organisationsstruktur in Einklang stehen.

Eine herausragende Bedeutung für die „Freiheitsstadt Offenburg“ besitzt der „Salmen“. Er ist ein einzigartiger Erinnerungsort, und zwar sowohl für die deutsche Demokratiegeschichte, vor allem in den Jahren 1847 bis 1849, als auch für die Zerstörung der Demokratie durch den NS-Staat. Aus diesem Grund soll die Entwicklung einer zeitgemäßen Erinnerungskultur integraler Teil unseres Konzepts demokratischer Bildung sein. Eine Erinnerungskultur, die den Herausforderungen der Gegenwart gerecht werden will, setzt nach unserem Verständnis auf kulturelle Öffnung und mediale Vielfalt. Sie schafft kreative Räume des spontanen Suchens und Verbindens von Vergangenem und Gegenwärtigem, Eigenem und Fremdem. Zu diesem Prozess gehört auch der Blick auf ein erhofftes oder befürchtetes Zukünftiges. In der gemeinsamen Arbeit am kulturellen Gedächtnis können somit zukunftsweisende Perspektiven, Orientierungen und Visionen entstehen.

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